zuletzt aktualisiert am 23. Juli 2024

Mit Erdöl und Sitzblockaden forderten Bürger:innen ein Ende der Nutzung von Erdöl, Gas und Kohle bis 2030.

Am 04.10.2023 protestierten Unterstützer:innen der Letzten Generation auf Berlins Straßen und Autobahnen, um ihrer Forderung nach dem zwingend notwendigen Ausstieg aus den fossilen Energien Nachdruck zu verleihen. Der Berufsverkehr wurde durch Sitzblockaden an mehreren Autobahnabfahrten unterbrochen, unter anderem Ausfahrten der A100 am Britzer Damm sowie Ausfahrten der A113 auf der Anna-Nemitz-Brücke.

Fossilfrei bis 2030
Fossilfrei bis 2030

Ihren friedlichen Protest unterstrichen einige der Protestierenden mit schwarzer, zähflüssiger Farbe, die sie aus Ölkanistern entleert haben und die sich wie ein großer Öl-Teppich vor und auf ihnen verteilte. Ihre Hände, die teils bereits auf dem Asphalt festklebten, wurden vollständig vom Öl bedeckt und Teile ihrer Kleidung samt der orangen Westen waren schwarz beschmiert. Die Sitzenden halten Schilder und Banner in die Höhe: “Fossilfrei 2030” und “Weg von fossil – hin zu gerecht”.

Marion Faber, Sprecherin der Letzten Generation erklärte:

"Wir müssen raus aus Erdöl, Gas und Kohle, weltweit und so schnell wie möglich. Regierungen dürfen nicht mehr damit davonkommen, den notwendigen Ausstieg zu verschleppen und Geld in eine Industrie zu investieren, die uns umbringt. Es ist Zeit, sich dem aktuellen tödlichen Kurs friedlich zu widersetzen."

Im Gegensatz zu der Mischung aus Kleister und schwarzem Kohlepulver, die auf der Straße verwendet wurden, ließen sich Schmutz und Schaden, die durch echtes Erdöl entstehen, nicht einfach wegwaschen. Die Konsequenzen des aktuellen Politikversagens kosten Menschenleben und Gesellschaften und Demokratien werden weltweit über kurz oder lang an ihre Belastungsgrenzen und darüber hinaus geführt. Im aktuellen IPCC Bericht heißt es:

"Die Entwicklungen in diesem Jahrzehnt sind entscheidend für das Ausmaß der Schäden durch die Klimakrise jetzt und in den nächsten Jahrtausenden." [1]

Lea-Maria Rhein, Sprecherin der Letzten Generation, erklärt:

"Wir müssen schnellstmöglich, aber spätestens bis 2030 aus den fossilen Energien raus. Wir brauchen einen politischen und sozialen Wendepunkt, um die uns bevorstehenden Katastrophen auch nur ansatzweise einzudämmen. Jetzt kann die Politik noch gegensteuern, aber das Zeitfenster dafür schließt sich rapide."
[1] IPCC-Bericht, S.4

Foto & Autor © Letzte Generation.

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Von vdW-Media

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