zuletzt aktualisiert am 1. September 2025

Berlin, 15.8.2025: In Genf gab es heute vorerst keine Einigung für das UN-Abkommen gegen Plastikmüll.

Hierzu erklärt Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe (DUH):

Jährlich landen bis zu 23 Millionen Tonnen Plastikmüll in unseren Gewässern, Mikroplastik findet sich im menschlichen Körper, in Tieren und Pflanzen.

Dass es vorerst kein UN-Abkommen gegen Plastikmüll geben wird, ist eine herbe Enttäuschung. Aber auch ein schwaches Abkommen wäre ein leeres Lippenbekenntnis, anstatt die Grundlage für die globale Arbeit an echten Lösungen zu bilden.

Um das Übel bei der Wurzel zu packen, hätten die Staaten die Absicht festhalten müssen, die exzessive Plastikproduktion zu verringern. Jetzt gilt es umso mehr, auf nationaler Ebene die Umweltauswirkungen von Plastikmüll durch konkrete Maßnahmen einzuschränken und nicht auf die Verabschiedung eines Abkommens zu warten, um aktiv zu werden.

Deutschland trägt dabei eine besondere Verantwortung, weil hierzulande mit rund 18 Millionen Tonnen die EU-weit größte Menge an Verpackungsmüll verursacht wird. Gleichzeitig demonstriert unser weltweit einzigartiges nationales Mehrwegsystem für Getränke, wie die richtigen Lösungsansätze aussehen. Durch jede Wiederverwendung einer Mehrwegflasche wird unnötiger Plastikmüll vermieden.

Umweltminister Schneider sollte nach dem gescheiterten UN-Abkommen Mehrweg endlich konsequent fördern – durch eine Abgabe von mindestens 20 Cent auf Einweg-Getränkeverpackungen wie Plastikflaschen sowie 50 Cent auf Einweg-Takeaway-Verpackungen.

Hintergrund:

Der Vorsitz der Verhandlungen hatte in der Nacht einen neuen Textvorschlag für das Abkommen vorgelegt, über den kein Konsens der über 180 verhandelnden Staaten erreicht werden konnte. Über eine mögliche Fortführung der Verhandlungen soll noch im Rahmen dieser Verhandlungsrunde entschieden werden.

Autor © Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH)

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Von vdW-Media

Herausgeber vdW-Media Redaktion ~ Armin von der Werth Armin von der Werth, lebt in Berlin und arbeitet seit vielen Jahren als Journalist in unterschiedlichen redaktionellen Bereichen und als Betriebswirt. Die vdW-Media Redaktion steht für fundierte und gut verständliche Inhalte qualifizierter Fachautoren. Seit 2019 ist die Redaktion ein verlässlicher Partner in der Veröffentlichung ausgewählter Inhalte in den Bereichen Klima- und Umweltschutz. Gemeinsam mit dem vdW-Media Netzwerk aus Experten, bietet vdW eine zielgruppengerechte Textauswahl aus wissenschaftlichen Artikeln, Branchenberichten, Ratgeber-Texten und journalistischen Beiträgen. Anspruch ist es, den Leser zu informieren, zu inspirieren und ihm einen echten Mehrwert zu bieten. » Bücher über den Klimawandel » Klimadialoge in Berlin

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